Papmami

Berlin, Berlin

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Zum Ende der Therapie und auch noch die Jahre danach ging es mir sehr schlecht. Ich konnte kaum noch Auto fahren, vermied Einkaufen und große Menschenmengen. Selbst meine geliebten Kinobesuche endeten mit Panikattacken.

Ich bin froh, das größtenteils hinter mir gelassen zu haben. Auch, wenn ich immer mal wieder von der ein oder anderen Panik- und Angstattacke überfallen werde, fahre ich zum Glück wieder gern Auto und das gelassener und ruhiger denn je. Das muss ich auch, denn alle paar Wochen besuchen wir die Charité und den dort ansässigen Hörgeräte-Akkustiker.

Auch in dieser Woche ist es wieder so weit. Zielsicher bekomme ich die Termine immer, wenn Berlin sich alle Regenwolken der Republik zusammentrommelt, um dann medienwirksam nicht nur seine Straßen sondern auch die Nachrichtenkanäle zu fluten.

Aber Optimist wie ich bin, schaffen wir auch das. Wir beenden dann unseren Hörgerätetrageversuch und gespannt bin ich auf die neuen Hörtests. Sue Klein hat nun nach vielen Tests die Diagnose Bilaterale geringgradige sensorineurale Schwerhörigkeit beidseitig. Das heißt für uns, dass wir ihren Hörverlust zur Zeit mit Hörgeräten ausgleichen. Unser subjektiver Eindruck, dass sie tatsächlich schlecht hört, wurde mit dem BERA-Test bestätigt. Die vielen subjektiven Tests, die bisher stattfanden, fielen so unterschiedlich aus, dass sich kein HNO-Arzt zu einer abschließenden Diagnose hinreißen lassen wollte.

Und ich gebe zu, ich verstehe trotz mehrfachen Nachlesens und Erklärenlassens nicht mal die Hälfte des Hörproblems und würde mich sehr freuen, wenn sich betroffene Eltern mit mir austauschen könnten.
Im Übrigen merkt man tatsächlich einen Unterschied, wenn Sue Klein die Hörgeräte trägt. Sie ist nicht so laut, ausgeglichener und sie hört eben auch besser. Trägt sie keine Hörgeräte, haben wir hier ein sehr lautes, überdrehtes Kind, welches eben schlecht hört. Allerdings ist das Hören mit Hörgeräten in der Schule ein echtes Problem für sie. Es ist einfach zu laut. Sie kommt müde und mit Kopfschmerzen nach Hause.

Aber zum Glück sind jetzt Ferien und der Akkustiker wird dazu sicher eine Idee haben. Auch haben wir endlich einen Nachteilsausgleich durch und auch sonderpädagogischen Förderbedarf. Die Geschichte dazu war so unheimlich lang, dass ich allein vom Darandenken ganz müde bin. Ja, ich bin sehr müde, auch die Kinder sind müde und auch mein Mann ist müde. Es wird Zeit für Urlaub!
Oder für Seifenblasen! Sue Klein liebt Seifenblasen:


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