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Einfach so

Heute kam Sue Klein aus der Schule und flog förmlich auf mich zu. Ihr Kopf knallte fast an meine Stirn und sie schlang fest ihre Arme um mich. Lange, noch länger. Es hörte nicht auf. Ich roch die mitgebrachte kalte Luft und wieder erfasste mich eine Welle aus Liebe und Sorge. Sie drückte sich noch immer an mich und ich überfiel sie mit Fragen: Alles in Ordnung? Gehts Dir gut? Bist Du müde? Ihre Haare duften so schön, dachte ich. Sie umarmte mich noch immer. Hörte ich ein leises Schniefen? Hatte sie Schmerzen? Hast Du Schmerzen? Sag doch was! Und da war sie wieder, die Angst. Dieses miese Gefühl, dieser kurze Anflug von Panik. Wird sie krank? Ist sie krank? Sind das erste Anzeichen eines Rezidivs? Etwas Neues? Was Schlimmes?

Mama, sagte Sue Klein nach einer gefühlten Ewigkeit. Ich habe Dich soooooo lieb!

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