Papmami

Für Martin

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Seit Jahren bin ich einer Band treu, für die meisten nur bekannt als eine Supergruppe aus den 80ern. Alphaville habe ich schon immer geliebt und werde sie immer lieben. Sie touren bis heute, haben Fernsehauftritte und viele Fans in der ganzen Welt. Im letzten Jahr besuchte mich der Keyboarder der Band Martin Lister mit seiner Freundin Anja im Krankenhaus auf der Onkologischen Kinderstation. Wir hatten gerade die schwerste Zeit. Unser Mausekind hatte einen fiesen Lungenkeim, keine Leukos und Fieber, welches nicht runterging. Es wurde bereits das fünfte Antibiotikum anvisiert. Und da standen sie beide vor unserem Iso-Zimmer.

Es war rührend, es war unglaublich. Ich freute mich wie ein Teenie beim Meet & Greet. Wer je ein Fanleben geführt hat (was auch geht, ohne sich zu ernst dabei zu nehmen), der kann sich meine Gefühle vorstellen. Der Besuch von Martin und Anja hat mir so viel Kraft gegeben, auch Hoffnung. Ich hatte durch die Isolation schon einen Zimmerkoller und seit dem Besuch war alles irgendwie einfacher. Dabei war die Lütte noch gar nicht über den Berg.

Vor ein paar Tagen ist Martin unerwartet in London verstorben. Ein Schock für die Fangemeinde, ein Schock für mich. Ich bin immer noch so traurig und finde das folgende Lied so passend, so berührend, so angemessen:

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