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Der Geburtstagswunsch meiner Tochter

Mein Nesthäkchen hat eine schwere Zeit hinter sich. Aber sie ist ein kleiner Sturkopf, ein Energiebündel (ich sag nur: jeden Tag mindestens eine Kernspaltung). Äußerlich merkt man ihr derzeit nicht viel an. Empathische und aufmerksame Menschen zählen dank der kurzen Haare und ihrer für ihr Alter doch geringen Körpergröße eins und eins zusammen. Da ist dann der Verdacht, dass da mehr dahinter stecken könnte als ein trendiger Kurzhaarschnitt oder ein Junge in Mädchenkleidern.

Nun hat mein Kämpferkind bald Geburtstag und ihre Wünsche ändern sich täglich. Aber Schleichtiere und Barbies sind immer dabei. Konkurrenzlos dagegen ist ihr Wunsch, den sie bereits im letzten Jahr zu Weihnachten hatte. Sie möchte eine Puppe mit einem Katheter. Zur Erklärung: für die lange Therapie wird für die Blutentnahme und die Chemo ein Hickman Katheter (ein zentraler Venenkatheter) unter Narkose eingesetzt. So schlimm es zunächst aussieht, so unersetzlich ist er. Für eine schmerzlose Entnahme von Blut und der relativ problemlosen Gabe der verschiedenen Zytostatika ist dieser Katheter Gold wert.

Zu Weihnachten dachten wir dann, dass eine Puppe ausreicht, die fiebert und weint und Medikamente benötigt. Jedoch wurde als erstes die Puppe ausgezogen und es folgte die Ernüchterung: „Wo ist denn der Katheter?“. Ähm ja…
Selbstverständlich habe ich im Spielzeugladen meines Vertrauens (Hallo Vroni) nachgefragt, ob da was bekannt ist oder vielleicht geplant. Nun gut, das fällt wohl unter Makaberes. Vielleicht muss ich mich da bei Therapiematerial umsehen oder ausländische Shops bemühen? Es gibt den Erwin, den ich auch etwas makaber finde, aber eben auch sehr lehrreich. Doch der erfüllt nun mal nicht die Anforderungen unserer Jüngsten.

Es gibt noch ein zwei Optionen, die wir jetzt verfolgen, um ihr doch noch den Wunsch zu erfüllen. Bei Erfolg berichte ich.

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